Fledermäuse im Pöllauer Tal

Fliegende Schädlingsbekämpfer

Im Naturpark Pöllauer Tal gedeihen Obstbäume besonders gut und das Gebiet ist weithin als Obstanbaugebiet bekannt. Die Sorte „Pöllauer Hirschbirne“ ist das Markenzeichen der Region. Dort wo Obstbäume gedeihen, fühlen sich auch viele Fledermausarten wohl. Denn Obstbäume locken Insekten, welche von den Fledermäusen gefressen werden. Da sich unter diesen Beutetieren auch viele Obstschädlinge wie zum Beispiel Apfelwickler oder der Frostspanner befinden, sind Fledermäuse die natürlichen Unterstützer der Obstbauern. Leider ist das nicht überall bekannt und die nützlichen Helfer werden nicht gebührend akzeptiert. Um das zu ändern finden seit längerem Fledermausabende der Naturschutzakademie statt, um diese faszinierende Tiergruppe bekannter zu machen.

Am 03. Mai 2019 fand erstmals eine Fledermausnacht der Naturschutz Akademie Steiermark im Naturpark Pöllauer Tal statt. Im „Freiluftklassenzimmer“ im Schlosspark Pöllau konnten Interessierte den Ausführungen über die Morphologie, Jagdstrategien und Quartieransprüche der Fledermäuse lauschen bevor es dann daran ging Fledermäuse in der einbrechenden Nacht aufzuspüren. Zuerst gingen wir in den Innenhof, wo wir versuchten Mausohren beim Ausflug aus dem Dachboden zu beobachten, die dort ihr Quartier haben. Doch leider vergebens. Erfolgreicher waren wir im Aupark beim Teich. Dort jagten einige Fledermäuse um die Bäume herum. Mit Fledermausdetektoren konnten wir die Fledermausrufe hörbar und mit dem Licht der Taschenlampen die Fledermäuse sichtbar machen. Das beeindruckte die Fledermäuse wenig, die rastlos über unsere Köpfe ihre Runden um Laternen und Bäumen drehten.

Nachdem es am Nachmittag geregnet hatte und die Wetterprognose auch nicht so optimal aussah, waren alle froh, dass wir trockenen Fußes die Exkursion absolvieren konnten, denn kaum machten wir uns auf den Heimweg, regnete es schon wieder.

Link: Oliver Gebhardt


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