Naturschutz Akademie-Programm

Freitag, 20. 09. 2019 - Europaschutzgebiet Dachstein und Totes Gebirge

Steinkrebse im Ausseerland

Steinkrebse im Ausseerland
Bild: Stefan Brameshuber


Veranstaltungstyp: Exkursion

Inhalt: Der Steinkrebs (Austropotamobius torrentium) ist eine der wenigen heimischen Flusskrebsarten. Wie der Edelkrebs und der Dohlenkrebs ist auch der Steinkrebs in den letzten Jahrzehnten aus unseren Fließgewässern verschwunden und zählt somit zu den gefährdeten Tierarten unserer heimischen Gewässer. So wird der Steinkrebs neben der „Roten Liste“ auch in der FFH-Richtlinie der EU geführt.

Die Gründe für den starken Rückgang der heimischen Flusskrebspopulationen sind vielfältig. Neben Flussregulierungen, Begradigungen und Intensivierung der Landwirtschaft hat vor allem die Krebspest den Flusskrebsen stark zugesetzt. Diese Krebspest wird durch den aus Nordamerika stammenden Signalkrebs übertragen, welcher selbst gegen die Krebspest immun ist.

Um die letzten verbliebenen Steinkrebspopulationen im Ausseerland zu schützen, wurde ein ELER-Projekt ins Leben gerufen, welches auf das „LIFE+ Projekt Ausseeland“ aufbaut.

Ziel: Im Rahmen der Exkursion wird der Steinkrebs und sein Lebensraum an der Ödenseetraun vorgestellt. Neben Morphologie und Physiologie des Steinkrebses wird vor allem auf das Thema „Krebspest“ eingegangen. Auch die Themen Fließgewässerdegradation und Nährstoffbelastung von Gewässern werden angesprochen. Anschließend wird vorgeführt, wie eine Populationserhebung bei Steinkrebsen funktioniert, die Teilnehmer haben hierbei die Möglichkeit selber Hand an zu legen (Reusen, Handfang). Abschließend werden Möglichkeiten zur Lebensraumaufwertung und Förderung von Steinkrebsbeständen am Beispiel des Rödschitzbaches vorgestellt (Fahrgemeinschaften zum Rödschitzbach).

Termin: Freitag, 20. September 2019

Zeit: 19 Uhr

Treffpunkt: Parkplatz Ödensee (Pichl-Kainisch)

Preis: € 15,- (für Berg-und Naturwächter ist die Teilnahme frei!)

Max. 12 Teilnehmer!

Voraussetzungen: Gummistiefel, Stirnlampe oder gute Taschenlampe!

Anmeldung erbeten bis eine Woche vor der Veranstaltung!




Stefan Brameshuber, MSc Referent: Stefan Brameshuber, MSc
hat an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg Ökologie und Umweltwissenschaften studiert und ist seit vielen Jahren als selbstständiger Biologe tätig. Als Mitglied der limnologischen Arbeitsgemeinschaft ist er tätig in den Bereichen aquatische Ökologie stehender und fließender Gewässer. Als Privatdozent an der Universität Salzburg unterrichtet er in verschiedenen Lehrveranstaltungen im Bereich Limnologie/Gewässerökologie. In einschlägigen Projekten setzte er sich intensiv mit dem Thema Schutz heimischer Krebsarten auseinander. Als Betreuer von Diplomstudenten an der Universität Salzburg, versucht er die zukünftigen Biologen für dieses Thema zu sensibilisieren.

Verena Gfrerer, MSc Referentin: Verena Gfrerer, MSc
hat an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg Ökologie und Umweltwissenschaften studiert und ist seit einiger Zeit als selbstständige Biologin tätig. Gemeinsam mit Ihrem Kollegen Stefan Brameshuber gründete sie 2012 die LimAG (limnologische Arbeitsgemeinschaft Salzburg). Schwerpunkte Ihrer Arbeit sind neben den unterschiedlichsten angewandten Themen aus dem Bereich der Gewässerökologie vor allem auch Naturschutzangelegenheiten. Die Belange heimischer Flusskrebsarten sind im Zuge des Life Projektes Ausseerland auch zu einer Herzensangelegenheit geworden.

Betreuung: Naturschutz Akademie Steiermark


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Ausgangspunkt:


Öffentliche Verkehrsmittel:

Österreiche Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim-Auskunft: www.busbahnbim.at


Anmeldung: 















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