Naturschutz Akademie-Programm

Samstag, 05. 09. 2020 - Naturpark Zirbitzkogel - Grebenzen

Bau und Einsatz von Fledermauskästen – Grenzen und Möglichkeiten

Bau und Einsatz von Fledermauskästen – Grenzen und Möglichkeiten
Bild: Oliver Gebhardt



Veranstaltungstyp: Workshop mit Exkursion

Inhalt: Fledermäuse gehören zu den streng geschützten Arten, deren Fortbestand nicht gesichert ist. Ein wesentlicher Faktor spielt dabei der Verlust von geeigneten Quartieren zur Jungenaufzucht. Dieser trifft „Hausfledermäuse“ und „Waldfledermäuse“ in ihren jeweiligen Lebensräumen gleichermaßen. Zahlreiche Fledermausarten sind regelrechte Kulturfolger, die menschliche Behausungen als sekundäre Quartiere nutzen. Manche Arten wie das Mausohr und die Große Hufeisennase sind für die Jungenaufzucht sogar auf geeignete Dachböden angewiesen. Durch die thermische Isolierung von Gebäudefassaden und Dachböden können viele Fledermäuse ihre angestammten Quartiere verlieren.

Waldfledermäuse leiden unter dem Verlust von Bäumen mit geeigneten Aushöhlungen und Spalten. Bäume mit abgestorbenen Teilen oder stehendes Totholz wird meistens zeitnah aus dem Wald entfernt. Auch verhindert die frühe Hiebreife, dass Bäume überhaupt genügend alt werden, damit sich entsprechende Hohlräume bilden können, bzw. Spechte Baumhöhlen anlegen.

Da Fledermäuse nützliche Bekämpfer von forstwirtschaftlichen Schädlingen sind, hat man schon 1862 vorgeschlagen, künstliche Quartiere aus Holz für Fledermäuse im Wald anzulegen.
Heute ist das Ausbringen von Fledermauskästen eine Standardmaßnahme zum Ausgleich von Quartieren, wenn es zum Beispiel bei der Errichtung von Straßen, zum Verlust von Bäumen kommt. Auch im privaten Bereich werden Fledermauskästen immer bekannter und beliebter.

Allerdings hat eine aktuelle groß angelegte Studie aus Deutschland gezeigt, dass die Funktion von Fledermauskästen oft überschätzt wird und sie nur selten als Quartiere zur Jungenaufzucht genutzt werden und so oft keinen echten Ausgleich für verlorene Baumquartiere darstellen. Trotzdem können Fledermauskästen eine sinnvolle Maßnahme sein, um Fledermäuse ein Quartier als Tagesunterschlupf, Zwischenquartier oder Paarungsquartier anzubieten. Auch lassen sich Fledermäuse, die man im Wald nur schwer finden kann, anhand von Fledermauskästen besser nachweisen, wenn diese angenommen werden.

Ziel: Im Seminar lernen die Teilnehmer die Quartierbedürfnisse verschiedener Fledermausarten kennen und wie man entsprechende Quartiere optimieren oder neu schaffen kann. Im praktischen Teil werden künstliche Ersatzquartiere gebaut und die Anwendung und Pflege besprochen. Anschließend werden bei einer Fledermausexkursion Fledermäuse anhand ihrer Rufe mit einem Fledermaus-Detektor hörbar gemacht und so aufgespürt.

Termin: Samstag 5. September 2020

Zeit Workshop: 14 – 18 Uhr
Zeit Exkursion: 19.30 – 21.30 Uhr

Treffpunkt: Genauer Ort wird noch bekannt gegeben!

Preis Workshop: € 20,-
Preis Exkursion: Teilnahme frei!

Anmeldung erbeten bis eine Woche vor der Veranstaltung!




Oliver Gebhardt Referent: Oliver Gebhardt
geb. 1973, Biotopmanager bei der Naturschutzjugend Steiermark, Länderkoordinator Steiermark bei der Koordinationsstelle für Fledermausschutz und –forschung in Österreich (KFFÖ). Nebenberuflich selbstständiger Biologe mit einem Ingenieurbüro für Biologie. Ausbildung zum Biberberater an der Bayrischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege.

Betreuung: Naturschutz Akademie Steiermark


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Ausgangspunkt:


Öffentliche Verkehrsmittel:

Österreiche Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim-Auskunft: www.busbahnbim.at


Anmeldung: 















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