Naturschutz Akademie-Programm


Steinkrebse im Ausseerland

Freitag, 27. August 2021 - Europaschutzgebiet Dachstein und Totes Gebirge


Bild: Verena Gfrerer

Veranstaltungstyp: Exkursion

Inhalt: Ursprünglich in einer Vielzahl von Gewässern verbreitet, findet man den heimischen Steinkrebs (Austropotamobius torrentium) heute nur noch sehr selten. In den letzten Jahrzehnten kam in weiten Teilen Österreichs zum Teil zu dramatischen Bestandsrückgängen, wodurch die Art heute zu den gefährdetsten Tierarten unserer heimischen Gewässer zählt.
Die Gründe für den starken Rückgang der heimischen Flusskrebspopulationen sind vielfältig. Neben Flussregulierungen, Begradigungen und Intensivierung der Landwirtschaft hat vor allem die Krebspest den Flusskrebsen stark zugesetzt.
Im steiermärkischen Ausseerland können diese Tiere noch zahlreich beobachtet werden. In den Oberläufen der Traun sowie der Enns konnten sich bis heute etliche Steinkrebsbestände halten. Das Ausseerland blieb von der Krebspest größtenteils verschont. Darüber hinaus sind noch viele der für die Tiere so wichtigen Waldbäche in ihrem natürlichen Zustand erhalten geblieben.

Ziel: Im Rahmen der Exkursion wird der vorwiegend nachtaktive Steinkrebs und sein Lebensraum am Beispiel der Toplitz (Gemeinde Grundlsee) vorgestellt. Neben autökologischen Aspekten werden auch die Gefährdungsursachen thematisiert und welche Maßnahmen dagegen unternommen werden können. Anschließend wird vorgeführt, wie eine Populationserhebung bei Steinkrebsen funktioniert, die Teilnehmer haben hierbei die Möglichkeit selber Hand an zu legen (Reusen, Handfang).

Termin: Freitag, 27. August 2021

Zeit: 19 Uhr

Treffpunkt: Parkplatz bei Toplitzmündung in den Grundlsee (Gemeinde Grundlsee, Ortsteil Gößl), nahe Strandbad

Preis: Teilnahme frei!

Voraussetzungen: Gummistiefel, Stirnlampe oder gute Taschenlampe!

Anmeldung erbeten bis eine Woche vor der Veranstaltung!




Stefan Brameshuber, MSc
Referent: Stefan Brameshuber, MSc
hat an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg Ökologie und Umweltwissenschaften studiert und ist seit vielen Jahren als selbstständiger Biologe tätig. Als Mitglied der limnologischen Arbeitsgemeinschaft ist er tätig in den Bereichen aquatische Ökologie stehender und fließender Gewässer. Als Privatdozent an der Universität Salzburg unterrichtet er in verschiedenen Lehrveranstaltungen im Bereich Limnologie/Gewässerökologie. In einschlägigen Projekten setzte er sich intensiv mit dem Thema Schutz heimischer Krebsarten auseinander. Als Betreuer von Diplomstudenten an der Universität Salzburg, versucht er die zukünftigen Biologen für dieses Thema zu sensibilisieren.


Verena Gfrerer, MSc
Referentin: Verena Gfrerer, MSc
Verena Gfrerer zeigte schon in jungen Jahren eine große Begeisterung für die Natur. Diese Begeisterung mündete letztlich in einem Studium der Biologie an der Universität Salzburg. Seit ihrem Abschluss 2012 ist sie als freiberufliche Biologin tätig. 2017 gründet sie mit drei weiteren Kollegen die Firma ARTENreich OG. Ihre Kerninteressen liegen im Bereich der Gewässerökologie, allen voran beim Thema Flusskrebse. Darüber hinaus beschäftigt sie sich seit einiger Zeit auch mit Amphibien, Reptilien, Libellen und Tagfaltern.


Betreuung: Naturschutz Akademie Steiermark



Anmeldung: 








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